Trägt die Generation Y Uhren? (Ja!)

Die Geschichte der Armbanduhr ist von Legenden umworben. Die Uhrzeit tragbar zu machen - mit der Taschenuhr gar in 1700 - war anfangs revolutionär, doch die Uhrzeit im frühen 20. Jahrhundert ans Handgelenk zu bringen wurde von manchen als eine Modetorheit angesehen. The Atlantic führt die bleibende Macht der Armbanduhr auf die militärischen Anforderungen für Soldaten zurück, die die neueste „tragbare Technologie“ der Zeit während des 1. Weltkriegs besitzen sollten.

Heute, über hundert Jahre später, mit einer Technologie, die viel weiter gegangen ist, und Lifestyles, die sich seit den Anfängen der Uhr verändert haben, ist es angebracht die Frage zu stellen: interessieren sich die jungen Leute von heute noch für die Armbanduhr? Trägt die Generation Y Uhren?

Heute ist das Tragen einer Uhr eine persönliche Entscheidung. Diejenigen, die sich für das Tragen einer Uhr entscheiden, machen es aufgrund eines Wunsches eher als einer Notwendigkeit.

Ein persönliches Objekt

Während die Millennials gewöhnlich als Elektronik-Enthusiasten und Anhänger Sozialer Medien abgebildet wird, hat die Instagram-Ära eine Renaissance der Pflege eines persönlichen Stils hervorgerufen. Es gibt viele Millennials, die eine Uhr wegen des kultivierten und coolen Looks des einfachen, würdevollen Accessoires tragen - eine Möglichkeit den persönlichen Stil zu vervollständigen. Während die Idee einer Armbanduhr klassisch ist, gibt es da viele verschiedene Stile, sodass die spezifische Auswahl höchst individuell ist und das Potential hat, als ein echtes Charakter-Statement die persönliche „Marke“ zu definieren. Manche Mondaine-Träger beschreiben ihren Stil beispielsweise als sauber in der Optik, mit durchdachten Details oder unaufdringlich kühn, um ein paar zu nennen. Viele unserer Kunden sind junge Grafikdesigner, Architekten, Künstler, Blogger, Designer und solche, die sich mit der bildenden Kunst beschäftigen. Sie wählen einen Helvetica oder SBB-Stil als Teil ihres kompletten Looks.

 

Nostalgisch cool

Ironischerweise ist die Armbanduhr zu einem wahrlich zeitlosen Stück geworden. Eine saubere, gut gestaltete Uhr am Handgelenk erinnert an Weltreisende in überfüllten Bahnhöfen, Journalisten, die an der Einhaltung einer wichtigen Deadline arbeiten, und motivierte Absolventen, die eifrig neue Karrieren anstreben. Alle diese Szenarien implizieren ein Konzept der Zeit als integraler Bestandteil einer Leidenschaft, eher als einer Verbindlichkeit. Die Armbanduhr erinnert uns an die nostalgische Entschlossenheit und ein Gefühl von Verbindung zu jener Zeit, als sich die Welt zwar bewegte, aber nicht zu schnell und nur in eine Richtung: vorwärts.

Professionelle Sachlichkeit

Während Telefon und Technologie auf dem Weg der gewohnten Allgegenwärtigkeit weiterschreiten, gibt es dennoch Umstände und Situationen, in denen sie besser wegbleiben sollten. Die Generation Y, wovon viele mit persönlichen Devices als Bestandteil ihres ganzen Lebens erzogen wurden, kennt besser als jede andere die Notwendigkeit, für eine persönliche Verbindung da zu sein. Ein kurzer Blick auf die Armbanduhr um zu erfahren, wie viel Zeit fürs Mittagessen mit einem Kollegen bis zum nächsten Meeting übrig bleibt, stört den Gesprächsfluss nicht auf die gleiche Art und Weise, wie es das Herausholen des Smartphones – das ungewollt dazu führt, dass man alle Meldungen checkt und Nachrichten beantwortet – macht. Auch wenn man im Jetzt lebt, ist es eine Notwendigkeit auf die Uhrzeit zu schauen, um das meiste aus dem Tag herauszuholen und die Zeit im Auge zu behalten ohne sie zu verschwenden.